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02.10.2014
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Bunker in Niederzissen PDF Drucken

BunkerzeichnungBereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde durch einen Privatmann in den verfestigten vulkanischen Schlammstrom (Lahar) ein "Knollenkeller" zur Lagerung von Feldfrüchten getrieben. 1943 begannen die Niederzissener Bürger an der selben Stelle mit dem Bau eines Bunkers, der vor den Luftangriffen des 2. Weltkrieges schützen sollte. Die Gänge wurden in Gemeinschaftsarbeit angelegt, die einzelnen Nischen mußte jede Familie oder Gruppe selber in den Fels schlagen. Die Arbeiten wurden nur mit einfachem Gerät durchgeführt: Kreuzhacke, Schaufel, Schubkarre.

Der Bunker hatte Platz für 300 bis 400 Personen. Jede Familie bzw. Gruppe hatte eine eigene Nische. Die kärgliche Einrichtung mußte im Bunker selbst gezimmert werden, da die Stollen zu eng waren, um größere Gegenstände hineinzutransportieren. Bestenfalls bestand sie aus einer Bank, die zunächst aus dem Fels herausgehauen und dann mit einem Brett belegt wurde, sowie einem rohen Tisch. Betten gab es aus diesem Grund nicht.

InnenansichtDer Bunker kann heute noch besichtigt werden. Hierfür ist eine Voranmeldung bei der Tourist-Info, Tel.Nr.: 02636/19433, notwendig.
Kosten:
bis max. 15 Personen - 15 Euro für die Gruppe
jede weitere Person - 1 Euro.